#8 Kämpfe
Carolin Krahl
outside the box
AG Dauerwelle
Eva Vázquez (Miradas Críticas del Territorio desde el Feminismo), übersetzt von Carolin Scipioni
Samantha Hargreaves und Patricia Hamilton (Women in Mining), übersetzt von Koschka Linkerhand
Luise Schröder & Chedly Atallah
Lu Märten (Textauswahl: Anne Hofmann & Alexandra Ivanova)
Anne Hofmann & Alexandra Ivanova
outside the box
Bo Rowsky
Lilli Helmbold
Elske Rosenfeld
Sarah Uhlmann
AG DDD
Lisa Jeschke
Lea Kolling
Katharina Zimmerhackl
Eine Tochter
Verena & Thorsten
Koschka Linkerhand & Olga Winter
Nancy Piñeiro Moreno, übersetzt von Koschka Linkerhand
PIERRES SANS RÉPIT / Unrelenting stones (2022)
In dem Projekt PIERRES SANS RÉPIT verbinden Luise Schröder und Chedly Atallah erstmals ihre künstlerische Praxis und betrachten persönliche und kollektive Geschichten und Erinnerungen durch das Prisma von Steinen. Steine, die symbolisch für Dauer, Härte und Festigkeit stehen, werden hier zu brüchigen Geschichten, zu Zeugen der Vergangenheit und zum Rohmaterial für eine Vielzahl von Zukünften. Während eines Aufenthalts in den Ateliers Médicis in Frankreich im Jahr 2022 kreierten die Künstler*innen Metaphern für die Schichtungen und Überlagerungen von Geschichte in Clichy-sous-Bois/Montfermeil. Verwobene Erinnerungen: Zerstörung, Abriss, Renovierung, Widerstand, Gentrifizierung und Ausdehnungen von fiktiven und realen Territorien … Pierres sans répit (dt. Rastlose Steine) ist als Intervention im öffentlichen Raum konzipiert, als eine Sammlung von Objekten, die mit fotografischen Bildern und Fragmenten verschmilzt. Sie widmet sich den Spuren vergessener Geschichten und versucht unsichtbare und verschüttete Momente ans Licht zu bringen und mit den Anwohner*innen des Viertels zu teilen. Die Intervention wurde und mit Unterstützung der Société du Grand Paris realisiert.
Intervention im öffentlichen Raum: 35m Palisade, eine Fahne & ein Objekt Clichy-sous-Bois / Montfermeil & Musée Carnavalet / Paris History Museum, Frankreich
Graphische Gestaltung: Anika Rosen
Luise Schröder ist bildende Künstlerin. Sie lebt und arbeitet in Deutschland und Frankreich. In ihren multimedialen Arbeiten beschäftigt sie sich mit Fragestellungen von Geschichts- und Erinnerungskonstruktionen und deren Bedeutung für die Gegenwart. Ihr Interesse gilt historischen Narrativen und Formen des Gedenkens und deren Verhältnis zu Politik, Medien und Bildproduktion. Für sie ist die Vergangenheit keine abgeschlossene Entität, sondern sie betrachtet sie als offen und mit der Gegenwart in direkter Beziehung stehend. Sie verortet sich im Spannungsfeld von Kunst, Bildung und Politik.
www.luiseschroeder.org
Chedly Atallah ist Künstler, Architekt und Szenograph. Er lebt und arbeitet in Tunesien und Frankreich. In seinen Videos, Installationen und Skulpturen schlägt er Brücken zwischen den geopolitischen Veränderungen in der postrevolutionären arabischen Welt und dem Umgang von Menschen mit Bildern und Mythen. Seine Arbeiten wurden bereits in Frankreich, Italien, Kolumbien, England, der Tschechischen Republik und Tunesien ausgestellt. Er ist Preisträger des französischen Künstler*innenprogramms Mondes Nouveaux 2022.
www.chedlyatallah.com